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Ausschnitte einer Reise

Narzul gra-Oluk / Oct 31, 2016
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Auf See



Am Abend des 12. Eisherbstes bestieg auf Betnikh eine kleine Gruppe von Orks ein Schiff Richtung Wrothgar...
Bei Mauloch es geht endlich zurück in die Heimat!

Nachdem das Gepäck pflichtbewusst verstaut, jeder sein Lager bezogen hatte...



und ein letzter Blick auf die orkische Insel zum Abschied geworfen ward (auch wenn das Wetter Maulochs übler Laune selbst entsprungen zu sein schien, worauf das Grollen des Donners schließen lies),



machten sich die Orks daran, sich die Mägen mit Ale und allerlei Köstlichkeiten zu füllen, um ihrer Vorfreude auf die heimischen Lande Ausdruck zu verleihen.




Die Ankunft



Am Abend des 14. Eisherbst errichte die kleine Gruppe nach einer ruhigen Überfahrt, die wie geplant verlief, den Hafen der Morkul-Feste. Die Orks und auch deren treue Tiere schienen sichtlich erfreut und auch erleichtert zu sein vom Schiff Abschied nehmen zu können.



Nachdem für jeden ein passendes Reittier in den Stallungen der Morkul gefunden war, ging es ohne größere Umschweife auf Richtung Clansfeste.



Dort wurde den Ankömmlingen ein herzlicher Empfang beschert, mit Ale und einer ordentlichen Portion Fleisch.




Beim Clan



Nachdem die Bäuche gefüllt und alle gestärkt waren ging es an der darauf folgenden Sonne auf zur Besichtigung der Feste.



Vorgänge wurden erklärt, viel wurde gezeigt, Fragen gestellt und beantwortet.



Das Ende der Führung führte die Orks wieder zurück ans Herdfeuer des Clans, wo sie den Abend angenehm auslaufen ließen. Pläne zur Erkundung Orsiniums und der Besichtigung der Schreine von Mauloch wurden für die nächsten Sonnen geschmiedet.



Da die Schamanin von wichtigen Angelegenheiten, die den Clan betrafen, von der geplanten Stadtbesichtigung Orsinums abgehalten wurde und auch einige der Gäste sich erst mit der Umgebung und dem Clan vertraut machen wollten, wurde die Reise nach Orsinium und zum Schrein von Mauloch einige Sonnen verschoben.




In Orsinium



Am Abend des 30. Eisherbst brach der kleine Trupp, nach etwas Zuwachs einer weiteren Ork, wie geplant von der Ghorbash-Feste Richtung Orsinium auf.



Nach einer ruhigen Reise durch die Landschaft, Mauloch sei Dank ohne besondere Vorkommnisse oder Störungen durch die Winterkinde, erreichten die Orks die Stadt aus Fels und Stein.
Die Ruhe fand im hektischen Treiben im Inneren der Mauern jedoch bald ein jähes Ende und so wurden die Reittiere zu ihrem Wohl in den Stallungen abgegeben.




Der Fährtenleser des Ghorbash Clan übernahm die Stadtführung und zeigte den Orks die größten Gebäude und Sehenswürdigkeiten, die Orsinium zu bieten hat.



Das Beeindruckenste dürfte neben der Felsfeste die große Schmiede mit ihrem Wasserfall im Inneren gewesen sein. Zur Überraschung aller gesellte sich dort eine weitere bereits bekannte Hauerträgerin zu der kleinen Gruppe.



Aufgrund des Magenknurrens einzelner Gruppenmitglieder teilten sich die sechs Orks am Marktplatz auf.
Drei gingen Richtung Taverne voraus, während die Anderen noch zur Felsfeste aufbrachen.




Kurze Zeit später kamen alle in der Taverne "Zum Gierwanst" wieder zusammen, wo der Abend bei Ale und einer ordentlichen kalten Fleischplatte allmählich zu Ende ging.




Am Schrein von Mauloch



Nachdem eine der Kriegerinnen bereits in der Nacht zuvor mit ihrer Wölfin losgezogen war, da dem Tier das Treiben in der Stadt nicht gut zu bekommen schien, brachen auch die Anderen, nach einer geruhsamen Nacht in Orsinium, wie geplant am 1. Sonnenuntergang zum Schrein des großen Kriegers auf.
Die Wölfe und Bären wurden aus den Stallungen geholt und nachdem das wenige Hab und Gut, das die Orks bei sich führten, verstaut war, ging es nach einem kurzen Ritt durch die Stadt auf in die eisige Tundra Wrothgars.




Das Wetter schien der kleinen Gruppe erst hold zu sein, doch als die Zelte des Shatul-Clans in Sicht kamen verdichteten sich die Wolken zusehends. Der Schneefall würde nicht mehr lange ausbleiben und so beschlossen die Orks zum Schrein weiter zu reiten und das Lager der Shatul fürs Erste hinter sich zulassen.



Bereits aus einiger Entfernung war die große Statue zu Maulochs Ehren sichtbar und wurde, wie auch die frostige Schönheit der Landschaft von den Mitglieder der Reisegruppe ausgiebig bestaunt. Verwunderung brachten, neben dem Schnee, der einigen der Orks noch fremd war, vor allem die Mammuts ein.



Am Schrein angekommen wurden zu erst die Tiere versorgt und für die bald eintreffende Nacht nahe der Felsen untergebracht, ehe der Trupp sich daran machte die Stufen zu erklimmen. Der Statue Maulochs zu Füßen verfielen die Orks in andachtsvolles Schweigen und ließen die Schamanin ihre Riten vollziehen. Nach einem abschließenden Gebet ging es in den hinteren Teil des Schreins, zur großen Schmiede.



Im Inneren angekommen sahen sich die Orks, jeder für sich, erst einmal um. Interesse erregten neben dem großen Schmiedefeuer vor allem die Becken mit Gletscherwasser und die sich darin tummelnden Fische. Da die Kriegerin, die der Gruppe voraus geeilt war noch nicht eingetroffen zu sein schien, entschlossen sich die Orks am Schrein zuwarten und die Nacht dort zu verbringen.



Arbeiten und Aufträge wurden verteilt und wären die Einen die Schlaffelle von den Sätteln der Bären holten und diese im Kreis vor dem Schmiedefeuer ausbreiteten, machten sich die Anderen daran Fische für das Abendmahl zu fangen.



Die Fische wurden gekonnt an Stöcken über der großen Feuerstelle gebraten und hungrig von den Orks verzehrt. Nachdem schmackhaften Mahl machte es sich jeder der Orks auf seinem Fell bequem und lange ließen die ersten wohligen Seufzer und Schnarcher nicht auf sich warten.


Auf dem Rückweg



Die Nacht, die die Orks an Maulochs Schrein verbrachten fand ein friedliches Ende und als die Wolfsjägerin des Schwarzhand Clans in den frühen Abendstunden eintraf, wurden die Felle zusammen gerollt und der kleine Trupp trat die Heimreise an.



Da das Wetter sich aber zu verdichten schien und die ersten Schneeflocken bald fallen würden, beschloss die Schamanin einen anderen Weg für die Heimreise einzuschlagen. Eine weitere Nacht in der großen Stadt aus Fels und Stein würde den Tieren so erspart bleiben und die Orks hatten die Gelegenheit noch etwas mehr von Wrothgars rauer Schönheit zu sehen.



Auf ihrem Weg ritt die kleine Gruppe als erstes durch das Lager eines befreundeten Stammes. Die Shatul schienen sich nicht daran zu stören und ließen die Orks unbehelligt passieren. Hinter den Zelten der Jäger erhob sich ein gewaltiges Bauwerk, so alt wie das Land fast selbst.
Die "Blutkuppe", eines der geschichtsträchtigen Monumente der Orks, sollte das nächste Ziel der Gruppe sein.




Während die Kriegerin mit ihrer Wölfin unten am Hang blieb und sich um die anderen Reittiere kümmerte, stiegen die Anderen Mitglieder der Reisegruppe die Stufen hinauf.



Oben angekommen erzählte die Schamanin die Geschichte, wie die "Blutkuppe" zu ihrem Namen kam und was es mit diesem alten Ort auf sich hatte.





Die Geschichte der Blutkuppe

Zur Zeit vor den Liedern der alten Tage, begab es sich, dass die Clans rastlos waren und im bitteren Norden Stahl auf Stahl schlug, um das Recht auf das Land zu erstreiten. Der Stahl klang so lange, bis im Schnee eine rote Spur gezeichnet war, die zu dem Berg der Toten, den wir heute den "Kummer" nennen und seinen Steingräbern führte.

Im Herbst riefen die Clans einen Waffenfrieden aus, damit sie die Gefallenen wegschaffen und ehren konnten. Die Zahl der Toten war so groß, dass die Stämme zwei weitere Male den Herbst und die Wintersonne begrüßten, ehe sie alle Leichen eingesammelt hatten. Denn die Kämpfe begangen Frühjahr auf Frühjahr von Neuem.

Als sie nach drei Wintern die Zahl der Toten sahen und die Felder, die brach lagen, da niemand sie bestellte, trafen sich die Häuptlinge der Clans Shar und Tuul im Geheimen. Sie sprachen: "Es bringt weder Ruhm noch Ehre, unser Blut abzuschlachten. Der Krieger der im Herbst an Stärke und Reife gewinnt, stirbt zur nächsten Sommersonne. Wird es noch Orks hier geben, die das Land schützen und beherrschen, wenn wir nicht mehr sind?"...

Mit diesen Worten riefen sie Mauloch an und sie ehrten ihn mit einem Echatereopfer und ihrem eigenen Blut. Und der große Krieger antwortete ihnen...

"Errichtet ein Monument der Toten, ein Steingrab der Gefallenen der beiden Clans. Wenn es fertig ist wählt dort aus euren Reihen die Stärksten. Sie sollen sich auf dem Grab der Toten zu Ehren und zum Zolle des Blutes duellieren, bis der Boden mit dem Blut des Unterliegenden geweiht ist. Der Sieger soll der Häuptling eines neuen Clans werden - Shatul!"

Die Häuptlinge taten, wie Mauloch ihnen befohlen hatte und so endete der Krieg zwischen den Clans um das Land und ein neuer Stamm entstand. Der Ort dieses ersten Duells erhielt den Namen "Blutkuppe", denn er war errichtet auf den Leibern der im Krieg Gefallenen und geheiligt mit dem Blut des unterlegenen Häuptlings.


Die Vorahnung der Weisen Frau des Ghorbash Clans schien sich zu bewahrheiten, als die Wolken eine Decke am Himmel bildeten und die ersten Flocken fielen. Eilig brach der Trupp aus Wölfen, Orks und Bären von der "Blutkuppe" auf, um noch vor Eintreffen des bevorstehenden Schneesturms eine kleine Taverne im Umland zu erreichen.



"Orzorgas Küche" war ein von der Hauptstraße etwas abseits gelegenes Gebäude und der Standort wohl auch nur unter den Orks von Wrothgar bekannt. Doch war die Köchin unter Jenen in vollem Munde und ihre Speisen zählten zu den Besten, die man in Orsinium zu dieser Zeit bekam.
Die Ork brachten ihre treuen Tiere in der kleinen Stallung der Schänke unter und machten sich auf den Weg ins Innere.




Ein Aufenthalt in der Küche der berühmten Ork war für jeden Feinschmecker eine große Ehre und der Schiffskoch der kleinen Gruppe, ließ sich dieses Vergnügen nicht entgehen. Während es sich die Anderen am Tisch oder der Feuerstelle gemütlich machten, sah er der Köchin über die Schulter und tischte im Anschluss der kleinen Reisegruppe sein neu erlangtes Wissen fertig zum Verzehr auf.



Während der Sturm draußen um die Hausmauern heulte, saßen die Orks im Warmen bei gutem Essen und Ale zusammen und ließen den Abend ausklingen.

Sobald das Wetter sich beruhigen würde, ginge die Reise weiter...



Die Heimkehr



Eine Nacht und fast einen ganzen Tag harrte die Reisegruppe in der kleinen Taverne aus, ehe sich der Schneesturm legte und sich das Wetter wieder beruhigt hatte. Die Heimkehr hatte sich bereits verzögert und so machten sich die Orks dran den Rückweg neu zu planen.



Nachdem sich alle für eine Heimreise über "Torugs Bogen" ausgesprochen hatten, um noch etwas mehr vom Land zusehen, wurden die Tiere gesattelt und beladen. Die Sonne stand schon recht tief und so wurde keine unnötige Zeit mehr vergeudet und der Trupp brach eilig gen Süd-Westen auf.



Kurz vor Sonnenuntergang erreichte die kleine Gruppe das alte und geschichtsträchtige Bauwerk, zu dem die Schamanin ein paar Worte verlor, ehe die Orks in Gedanken versunken darüber ritten. Was dem Einzelnen unter ihnen durch den Kopf ging wird wohl ein Geheimnis bleiben.



Von der Mitte des Torbogens aus wurde noch ein letzter Blick auf Orsinium, welches mit dem Wrothgarischen Gebirge zu verschmelzen schien, geworfen bevor die Orks das Ende der Torbrücke erreichten.



Die Nacht brach mit unaufhaltsamer Geschwindigkeit herein und Nebel bildete sich unten in den Täler, die den Klippen zu Füßen lagen. Es war ein atemberaubender Anblick von den Planken der Holzbrücken aus. Jedoch war ein Blick in die Tiefe nicht jedem Mitglied des Trupps geheuer...



Um so weiter sich die Orks der heimatlichen Feste nährten um so übersichtlicher und grüner wurde das Land. Der Schnee verschwand und machte der Weite von Steppe und kargem Felsland platz. In der Ferne leuchtete im Nachthimmel bereits der erste Feuerschein von den Wachtürmen und wies ihnen den Weg.



Unter dem Anstimmen von Jagdhörnern wurden die Orks zu Hause begrüßt.
Nachdem sie die Tore der Feste hinter sich gelassen und die Tiere in den Stallungen abgegeben hatten, machten sie sich sogleich auf ins Langhaus, um sich am Feuer noch etwas zu stärken, ehe wohl jeder von ihnen erschöpft in die Felle fiel und die Reise für sich Revue passieren lies.




Die Reise war gut verlaufen und nahm ein stimmungsvolles Ende.






Danke an alle die mitgereist sind! 😊
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